29. Okt
2012

Bukhara – Knotenpunkt der Seidenstrasse

BukharaWer in Bukhara durch die Strassen streift, fühlt sich ein paar hundert Jahre zurückversetzt. Die engen Gassen der Altstadt und die islamischen Bauwerke geben einem das Gefühl, direkt in 1001 Nacht eingetaucht zu sein. Nur etwas fehlt in der Stadt. Wo bleibt das einheimische Leben? Das alte Zentrum Bukharas ist zwar schön renoviert, aber abgesehen von den Touristengruppen und Souvenirverkäufern so gut wie ausgestorben. Anzuschauen gab es trotzdem mehr als genug. Die alten Koranschulen und Moscheen sind eine wahre Augenweide. Man kann sich kaum satt sehen an den türkisfarbenen Kuppeln vor blauem Himmel und den Mosaiken welche die Bauwerke zieren. Gut kann man sich vorstellen, wie Bukhara zur Blütezeit der Seidenstrasse als einer der Knotenpunkte zwischen Ost und West floriert hat.

Oftmals wurden wir schon nach dem Grund gefragt, warum wir ausgerechnet nach Usbekistan reisen wollten. Eine meiner Lieblingsbegründungen war bis anhin, dass ich das wenig komfortable Zentralasien lieber in „jungen Jahren“ entdecke. Während ich mich bei der Reise durch Kirgistan noch total bestätigt sah (holprige Fahrten mit Sammeltaxis und sehr einfache Homestays), verlor meine Erklärung in Usbekistan jegliche Berechtigung. Gefühlt sind wir mit weitem Abstand die jüngsten Touristen im Land. Da muss irgendeine Werbekampagne von Usbekistan Tourismus gezielt auf europäische Rentner laufen. Mit Gehstock und Tächlikappe ausgerüstet, strömen die älteren Semester aus den Reisecars und decken sich mit nützlichen Dingen wie Teppichen oder Keramik-Geschirr ein. Ein Glück, dass wir uns nicht für eine organisierte Gruppentour durch Usbekistan entschieden hatten. Das Tempo wäre etwas gar gemächlich.

Von Pädi | Keine Kommentare | Kategorie(n): Usbekistan, Zentralasien

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