28. Jul
2012

Zugtickets – Zweiter Akt

Propaganda PosterAchtung. Der nachfolgende Artikel handelt von einem Thema, das sich für uns zu einem Dauerbrenner entwickelt hat (im negativen Sinn): Vom Zugticketkauf in China. Um den Text in authentischer Weise zu lesen, bitte mindestens nach jedem Satzende einen lauten Fluch ausstossen. Danke.

Der Kauf von Zugtickets wurde uns auch in Guilin nicht einfacher gemacht. Hier spielte sich unsere Odyssee folgendermassen ab.

In unserem Hostel fragten wir nach, wo wir denn bitte Zugtickets nach Shanghai kaufen können. Ja, das Büro von CITS sei nicht weit, da gäbe es die Tickets problemlos. CITS (China International Travel Services) tönt ja irre vertrauenserweckend, auch wenn die Chinesen den Begriff „International“ etwas inflationär in ihre Organisationsnamen einflechten. Bei CITS gabs jedoch keine Tickets, nur fragende Blicke. Und einen Zettel mit etwa 20 chinesischen Schriftzeichen drauf. Ja, das sei ein Name eines Hotels, dort können wir die Tickets kaufen. Wir suchen also Guilin ab nach diesem Hotel und werden irgendwann fündig. Dort an der Reception kommen wir nur mühsam mit dem Mandarin/Englisch Büchlein weiter. Statt uns zu helfen, werden zwischendurch mit Vorzug die vordrängelnden, chinesischen Gäste versorgt. Ach ja, die Tickets könnten wir dann draussen an der Ecke bei einem offiziellen Ticketverkauf-Kabäuschen kaufen. Super, gehen wir also da hin. Endlich am Ziel angelangt heisst es dann: „Train full“. [Anmerkung: Hier bitte einen extra-lauten Fluch einbauen.]

Sauer wie Zitrone stampfen wir also nach einem halben Tag rumeiern ohne Tickets zurück ins Hostel. Die Dame an der Reception fragt noch nett, ob es denn geklappt hätte mit dem Kauf. Wir antworten schweizerisch höflich: „Leider, nein.“ Sie meint darauf, sie könne für einen kleinen Aufpreis übrigens auch Tickets buchen (da gibts Agenturen die Ticket-Kontingente zusammenkaufen). Vielen Dank liebe Frau, bei den nächsten Gästen bitte ein BIRREBITZELI früher damit rausrücken!

Von Pädi | 1 Kommentar | Kategorie(n): China, Nordostasien

Kommentare

Livia sagt:

Oje, nicht mal in China scheinen die Chinesen gastfreundlich zu sein, geschweige denn im Ausland!
Dank den Chinesen konnten wir unsere Fluchkenntnisse ausbauen!
Zum Glück seid ihr ja jetzt in der Mongolei :)

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