21. Jun
2012

Flucht aus Zipolite in die Zeltstadt Oaxaca

Es sollte doch so schön sein in Zipolite. Winziges Aussteigerdörfchen mit schönem Strand, berichteten uns Quellen unabhängig voneinander. Aber es gab da einen Haken bei der Ankunft nach der Horror-Nachtbusfahrt. Unser Hostel sah aus, als ob ein RTL2-Auswanderer mit seiner letzten Hartz IV Kohle einen Betonbunker voller Zimmer mit dem Charme von Gefängniszellen hingestellt hätte. Immerhin war der breite Strand zur Stelle, sonst hätten wir gleich kehrt gemacht. Dass nach einigen Stunden jedoch starker Regen einsetzte, trug nicht gerade zur Aufhellung unserer Stimmung bei. Die Entscheidung fiel uns leicht: Nix wie weg hier. Für genau diese Situation halten wir schliesslich unsere Reise so flexibel wie möglich. Weiter gehts nach Oaxaca in die Heimat des Mezcal.

Oaxaca begrüsste uns mit tollem Wetter, schönen Plätzen, gutem Essen und einer Innenstadt voller zeltender Lehrer. Moment mal – zeltende Lehrer? Jawohl, unser Besuch in der Hauptstadt des Mezcal fiel exakt zusammen mit dem alljährlichen Protest der „Maestros“ für bessere Voraussetzungen in den Schulen. Die touristisch interessanten Orte um den Hauptplatz glichen einem Openair-Festival ohne Musik. Zum Glück hatte Oaxaca in Parks, Nebenstrassen und Umgebung noch mehr zu bieten.

So nahmen wir den Ausflug nach Hierve el agua in Angriff – wir waren schliesslich begeistert von den tollen Fotos die wir bei Martina & Alessandro gesehen hatten. Wir wurden nicht enttäuscht. Vor einem gewaltigen Panorama fanden wir natürliche Wasserbecken vor, die direkt in den Abgrund zu fliessen schienen. Eine tolle Gelegenheit, um in die Badehosen zu schlüpfen und im Wasser die surrealen Landschaftsbilder zu geniessen.

Von Pädi | 2 Kommentare | Kategorie(n): Mexiko, Nordamerika

Kommentare

Joe sagt:

Ha! Da waren wir ziemlich genau vor einem Jahr (Hierve el agua). Schöner Platz! ;-)

alessandro sagt:

che nostalgia ammirando le vostre foto :)

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