14. Apr
2012

Schaukeln in Mompós

Schaukeln in MompósSo, da wir nun ja noch ein paar Tage in Kolumbien bleiben (Deckenventilator sei Dank), haben wir uns gedacht, dass wir nun auch Mompós einen etwas ausgedehnteren Besuch abstatten können. Gedanklich hatten wir das Ganze ja schon geplant, an der Umsetzung haperte es dann ein klein wenig. Unser Besuch fiel zeitgleich auf die Karwoche und so erfuhren wir, dass die Prozessionen in Mompós von allen Ortschaften in Kolumbien am ausgiebigsten gefeiert werden. Billige, freie Hostelzimmer? Fehlanzeige. Teure, freie Hostelzimmer? Fehlanzeige. Ich kam nicht darum herum sie alle einzeln telefonisch abzuklappern, was uns immerhin für die ersten zwei Nächte ein (etwas teueres) Dach über dem Kopf brachte. Und für die nächsten Nächte? Wir liessen es darauf ankommen…

Mompós liegt nicht gerade am Weg, also von Nirgendwo aus. Und egal, wer auch immer dir weismachen will Mompós sei ganz nah und super bequem zu erreichen, dem sei gesagt: Du Schwindler! Hin begannen wir die Reise um drei (03:00!!!) Uhr morgens. Bilanz: Privatauto, Raserfahrer, italienisch-kolumbianische Mitfahrer, 1 Polizeikontrolle, 1 überquerter Fluss, 1 Tier überfahren, 2 Esel fast überfahren. Vier Tage später startete die Rückfahrt nach Cartagena. Bilanz: Kleinbus, Juan-Pablo-Montoya-Busfahrer, internationale Mitfahrer und 2 Hunde, zig Militärposten und keine Kontrollen, 3 überquerte Flüsse, 4 tote Kühe.

Was haben wir zwischen An- und Rückfahrt in Mompós gemacht? Uns unter die feiernden, katholischen Kolumbianer gemischt und viel geschaukelt, sogar sehr viel. Schliesslich ist dieser Ort bekannt für seine Schaukelstühle und deren Einwohner, die nach Anbruch der Dunkelheit ihre Stühle aufs Trottoir schieben und… schaukeln! Man stelle sich bitte uns zwei schaukelnd auf dem Trottoir der Tschudistrasse vor… Toll, nicht?

Von Francesca | 1 Kommentar | Kategorie(n): Kolumbien, Südamerika

Kommentare

Richi sagt:

Ich hätte euch irgendwie weggelockt, um selber zu schaukeln??

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