16. Dez
2011

Tigi meets Argentinien

Die Vögel scheinen Tigi zu gefallen und so versuchte sie in Kontakt zu kommen mit einem Magellan-Pinguin. Dieser zeigte sich neugierig und machte schon Anstalten Tigi zu adoptieren – und ich auf dem Sprung, meinen Reisebegleiter zu verteidigen.

Von Francesca | 4 Kommentare | Kategorie(n): Argentinien, Südamerika, Tigi meets...

14. Dez
2011

Am Ende der Welt in Ushuaia

Wie hätten wir nur einen Abstecher nach Feuerland auf unserer Reise auslassen können, wenn wir doch schon mal in der Nähe sind. So kam es zu unserem Besuch in Ushuaia, „südlichste Stadt der Welt“ und Startpunkt für Touren in die Antarktis. In der Nähe von Ushuaia liegt das südliche Ende der Panamericana, das umgangssprachlich mehr oder weniger liebevoll als Ende der Welt („Fin del Mundo“) bezeichnet wird. In Ushuaia endet somit für viele Panamericana-Traveller ihre lange Reise durch die Amerikas. Das Ende unserer Reise ist hingegen zum Glück noch eine lange Weile nicht in Sicht.

Ushuaia wirkte für mich mit seinen kleinen Häusern wie ein skandinavisches Städtchen. Naja, im Vergleich zu den Nordeuropäern etwas heruntergekommen, aber trotzdem mit viel Farbe und Liebe zum Detail in der Gestaltung der Häuser. Es scheint zudem so, als hätten die Ushuaianer einen Wettbewerb um den schönsten Briefkasten am laufen. Die meisten verzierten Briefkästen wären auch locker als Vogelhaus-Luxusvillen durchgegangen. Die beschauliche Ortschaft, hat uns beiden jedenfalls gefallen. Für eine Last-Minute Reise in die Antarktis hatten wir dann das grosse Portemonnaie gerade nicht dabei. Wir reisen darum weiter Richtung Norden ohne Abstecher in die weisse Wüste.

Doch was tut man denn so am Ende der Welt? Wir entschieden uns dafür, mal wieder die Trekkingschuhe aus den Tiefen unserer Rucksäcke zu holen und den Nationalpark Tierra del Fuego zu erkunden. Handschuhe, Mütze und Schal gehörten leider noch nicht zu unserer Ausrüstung, also erstmal im Souvenir Shop einkaufen gehen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen, da wir nicht an Kopf, Hals und Händen mit „Unshuaia“ beschriftet sein wollten. Schlussendlich gings dann aber warm eingekleidet auf Wandertour, auf welcher wir neben vielen Franzosen und Chinesen auch freilaufenden Pferden, hoppelnden Hasen und unzähligen Vögeln begegneten. Insgesamt ein gutes Aufwärmen für unsere Wanderpläne im Süden Chiles…

Von Pädi | Keine Kommentare | Kategorie(n): Argentinien, Südamerika

11. Dez
2011

Puerto Madryn und das Sammelsurium an Tieren

Nach einer langen, langen Nachtbusfahrt ruckzuck auf einmal bereits in Patagonien angekommen – das Geplänkel dazwischen weggelassen und pfeilschnell zum Ziel gelangt.

Unser erklärtes Ziel: Tiere gucken.

Und wir haben Tiere geguckt, und wie! Auf der Península Valdés waren wir wohl die grössten Glückspilze auf Erden. Nebst dem erstmaligen Kontakt mit Guanacos, einer Lamaart, standen vor allem Meerestiere auf dem Programm. Da sahen wir noch die letzten Seeelefanten vor dem Abschwumm, weit weg spielende Orkas in der Bucht und als Highlight die Walart Südkaper. Diese tolle, riesige Walmama  präsentierte sich grossartig und sprach in lautem Walisch (wer erinnert sich an die sensationelle Dorie aus „Findet Nemo“? Ich bin ein Fan!) zu uns und ihr Sprössling schien Gefallen daran zu haben, uns seine Schwanzflosse zu zeigen und aus dem Meer herauszuschiessen. Nur leider immer gerade dann, wenn sich meine Arme vom Kamera halten erholten..

Tags darauf gings zu den überaus tolpatschigen Magellan-Pinguinen. Punta Tombo besitzt die grösste Kolonie dieser Pinguine in ganz Südamerika. Gesamthaft sollten es etwa 800’000 an der Zahl sein. Wir begnügten uns mit den „Wenigen“, die am Wegerand sassen und sich sonnten, denen die in ihren Nestern brüteten, jenen die auf dem Buch liegend den Tag genossen und welchen die gen Meer watschelten.  Und fotogen waren diese Kerlchen!

Untenstehend noch ein Video vom begeisterten Video-Macher Pädi.

Von Francesca | 4 Kommentare | Kategorie(n): Argentinien, Südamerika

8. Dez
2011

Buenos Aires – Tango und Fussball

Der Tom und ich reisen doch tatsächlich schon wieder zur selben Zeit im selben fernen Land herum. Da mussten wir uns doch einfach in Buenos Aires auf ein Bierchen treffen, bzw. ein kleinstmöglilches ZHAW-Klassentreffen veranstalten. Hat ja schliesslich vor zwei Jahren in Vietnam auch schon ganz gut geklappt. Tom und sein Kollege Tom (ja, beide heissen Thomas) haben ebenfalls schöne Reisepläne: Nach einigen Wochen Spanischkurs in Buenos Aires kaufen sie Motorräder und kurven damit quer durch Südamerika. War wirklich eine schöne Sache, mal wieder in Schweizerdeutsch ein paar Reiseerfahrungen auszutauschen. Wenn es der Zufall will, kreuzen sich unsere Wege vielleicht nochmals irgendwo. Man weiss ja nie…

Für Buenos Aires hatten wir uns übrigens vorgenommen, mal wieder etwas sesshaft zu werden. Gleich fünf Nächte am Stück wurden gebucht. Zur Ruhe kamen wir trotzdem kaum, die Stadt hat einfach sehr viel zu bieten. Auf unseren Erkundungstouren durch die Stadt bewährten sich die neuen, bequemen Alpargatas an meinen Füssen. So gings quer durchs Microcentro mit Kongress, Obelisk und Plaza de Mayo und an den Hafen mit der Calatrava-Brücke. Natürlich durften auch ein Abstecher nach La Boca, eine kleine Shopping-Tour in Palermo und das Schlendern durch den sonntäglichen Krimskrams-Markt von San Telmo nicht fehlen.

Dann war da auch noch der tolle Besuch einer Tangoshow. Ein tolles Package hatten wir gebucht: Tango-Lektion, Dinner und Show. Moment… Tango-Lektion?? Ja, richtig. Ich vermeide es jetzt, hier auf unsere Tanzkünste einzugehen. Alleine schon die Vorstellung, wie wir zwei uns mit „eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, eins, zwei,…“ abmühen, dürfte schon der allgemeinen Belustigung genug sein. Wieder eher nach meinem Gusto war dann tags darauf der Tanz von 22 Spielern auf dem grünen Rasen. Dass man sich in Buenos Aires den Besuch eines Fussballspiels nicht entgehenlassen sollte, kann ich nur unterschreiben. River Plate (diese Saison zum ersten Mal seit 80 Jahren nur in der zweiten Liga vertreten)  kam zu Hause gegen Rosario leider nur zu einem 1:1. Jedoch war unabhängig vom Resultat alleine schon der Besuch im gut gefüllten Estadio Monumental (die Nationalmannschaft trägt hier die Heimspiele aus) ein stimmungsvolles Erlebnis für sich.

Von Pädi | Keine Kommentare | Kategorie(n): Argentinien, Südamerika

5. Dez
2011

Meine Lieblingsnachbarn in Montevideo und Colonia del Sacramento

So hopp, ich bin ganz arg im Verzug mit unseren Posts, darum passen heute gleich 2 Städte in einen Blogeintrag. Es geht eben einfach alles so wahnsinnig schnell und unsere Finger tippen schlicht weg weniger schnell, als dass unsere Augen sehen und unsere Mägen verdauen… Da muss dieser Zusammenschnitt halt mal sein.

Wir waren ja nicht unglücklich, die Strandszenerie in Punta del Este zu verlassen und so kam uns das gemütliche Montevideo eigentlich ganz gelegen. Zwar Hauptstadt, aber ziemlich beschaulich, vor allem am Sonntag. Ein bisschen (Floh)Marktshopping: Pädi wollte unbedingt diese speziellen Latschen aus Uruguay, um weniger als Tourist aufzufallen, so seine Devise – diese ewige Integration… Die Schuhe gefallen ihm so gut, dass er einfach nicht wahr haben will, dass diese bloss von Herren in gesetzterem Alter getragen (eher geschlarpt) werden und er wiederum deswegen auffällt *räusper*.

Mit neuen Schuhen und touristischer Freundin ohne einheimische Schuhe, gings zu Fuss quer Beet durch die Stadt. Da war Platz für die Altstadt, für den Strand (aber nur ganz wenig von Weitem), fürs gemütliche Einkehren in Cafes und natürlich fürs Essen. Im lokalen Markt am Hafen gings deftig zu und her, da landeten scheinbar halbe Rinder auf dem Grill und wir an vorderster Front. Nach dem Essen gut geräuchert, aber mit vollem Bauch und glücklich.

Die beste Investition in Montevideo waren dann wohl unsere HI-Ausweise (Jugendherbergen), die wir uns ausstellen liessen (Pädi würde wahrscheinlich seine Latschen zuoberst listen…), denn bereits in Colonia würden sie ihren zweiten Dienst leisten.
Aber noch waren wir ja nicht da – da war zuerst eine etwas haarsträubende Fahrt. Nicht dass die Strecke im Allgemeinen besonders anspruchsvoll zu fahren war, nein nein, es war die gute Unterhaltung, die uns fast von den Socken riss. Noch nie habe ich mich so über einen nicht aufgeladenen iPod geärgert… Do woar e ganze Gruppe Doidscher, die uns ganz dolle unterhaltn habn. Mei, gabs do dolle, eschte Pfeade und fabiche Audos zu sehn auf diesa Foahrd und auch dea Kreisel is nur no vierzich Kilometa entfeant. Und nach Bonnes Ahres wolln se ono… MEINE NERVEN! (Anmerkung der Redaktion: Lieber Bobby, es hätte auch eine Schweizer Reisegruppe sein können…)

Colonia, mit bürgerlichem Namen noch das del Sacramento hinten an, war eine Wohltat für die Seele, obwohl mehr Museum als Stadt. Wir blieben nur kurz, doch erkundet haben wir doch fast alles, auch ohne die durch Colonia flitzenden Golfcarts, die hier als Fortbewegungsmittel genutzt werden („diese Urus soans scho komisch“ hörte ich bereits im Hinterkopf). Unsere letzte Station in Uruguay.

Von Francesca | 4 Kommentare | Kategorie(n): Südamerika, Uruguay