6. Nov
2012

Tigi meets Usbekistan

In Usbekistan scheint es von Reisegruppen mit älteren Leuten nur zu wimmeln. Da gibts keine Bars, abends ist tote Hose. Was bleibt einem da übrig, als tagsüber wenigstens gepflegt abzuhängen in einer Chaykhana und Tee zu schlürfen. Tigi machts vor.

Tigi meets Usbekistan

Von Francesca | 1 Kommentar | Kategorie(n): Tigi meets..., Usbekistan, Zentralasien

5. Nov
2012

Im usbekischen Zirkus

Zirkus in Tashkent

Die schönen drei Städte Samarkand, Bukhara und Khiva haben wir abgehackt. Danach haben wir mit dem abgelegenen Fergana Valley den Teil Usbekistans besucht, wo der Islam am strengsten gelebt wird. Nach kleiner Weiterbildung in der Herstellung von Seide und Keramik-Geschirr in Margilon und Rishton bleibt uns immer noch etwas Zeit vor unserem Abflug in die Türkei. Was tut wir nur mit dieser restlichen Zeit? Ab in den Zirkus natürlich!

Der Zirkus scheint in Tashkent sehr beliebt zu sein. Hier wird nicht nur einmal pro Jahr das Zelt aufgeschlagen wie bei uns. Nein, hier gibt es mitten im Zentrum den „Sirk“, eine grosse Arena, wo allwöchentlich Zirkusvorstellungen stattfinden. Und da geht die Post ab mit Artisten aus aller Welt. Bevor die Vorstellung jedoch losgeht, dürfen sich die Kinder in der Manege tummeln. Mit leuchtenden Augen reiten sie durch die Manege, schaukeln unter der Zirkuskuppel oder lassen sich von einer Hundekutsche ziehen.

Der Zirkus hatte vom Katzen-Dresseur bis zum Feuerspucker alles im Programm. Und auch auf den Rängen ist einiges los: Die Eltern versuchen gar nicht erst, ihre Kinder auf den Plätzen zu halten. Während der Performance der in den Kinderaugen langweiligen Hula Hoop Künstlerin wird in den Rängen rumgeseckelt und Lärm gemacht. Dafür hatte wiederum der Clown die volle Aufmerksamkeit der Kleinen. Und als zum Schluss ein Seelöwe als Tante Olga verkleidet die Manege betrat, gab es natürlich kein Halten mehr.

Von Pädi | Keine Kommentare | Kategorie(n): Usbekistan, Zentralasien

3. Nov
2012

Usbekische Gepflogenheiten

Einige Fakten, die Usbekistan so charmant machen.

  • Wir brauchen wiedermal Hilfe und fragen Einheimische. Wir verstehen uns nicht? Macht nichts, mit Händen und Füssen gehts immer. Und sonst wird man begleitet.
  • Jedes Auto ist ein Taxi. Nach den gelben Ausschau zu halten, lässt einem graue Haare wachsen. Warum nicht einfach alles anhalten was Räder hat und verhandeln?
  • Im Land der Vielraucher fragt der Taxifahrer oder Autobesitzer für jede Zigarette nach Erlaubnis.
  • Die Restaurants führen stets grosse Menükarten, das meiste Aufgeführte haben sie nicht. Aber Schaschlik gibts IMMER.
  • Überall werden die Autos exzessiv geputzt und poliert, dabei leben die meisten Usbeken in Wüstenstädten. Und das Auto ist nach 2km wieder staubig.
  • Männer haben nie eine Tasche oder einen Rucksack dabei. Aber wo zum Teufel bewahren die ihr Geld auf, von dem man bündelweise braucht, nur um einen Schaschlik zu futtern?
  • Im Zug offerieren einem die usbekischen Mitreisenden ungefragt Nüsse, Brot und Tee. Das ist Pflichtprogramm und erste Regel der usbekischen Gastfreundschaft.
  • Usbekische Mitreisende im Taxi können dem Taxifahrer auch schon mal sagen, er soll doch bitte aussteigen und den Touris Trauben pflücken. Schliesslich verlässt kein Mensch Usbekistan, ohne je frische Trauben ab der Rebe probiert zu haben – zweite Regel der usbekischen Gastfreundschaft.
  • Das einheimische, radgrosse Brot verkauft man aus alten Kinderwägen.
  • Es gibt keine abgepackten Guetsli in den Läden, sondern nur offen angebotene und immer dieselben. Steckt da die Guetslimafia dahinter?

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): Usbekistan, Zentralasien

1. Nov
2012

Khiva – durch die Wüste geschickt

Sollen wir durch die Wüste nach Khiva oder nicht? Wir waren uns da nicht so schlüssig. Einerseits hat Khiva viel Architektur (noch mehr…)  zu bieten, andererseits ist Khiva momentan nur über eine holprige Schotterstrasse erreichbar. Doch soll es da ganz schön chillig sein – so richtig zum relaxen, aber die Fahrt wäre sieben Stunden lang. Auch stehe dort in Khiva das höchste Minarett Usbekistans, das man auch besteigen könne, jedoch müssten wir ein Taxi „mieten“, um überhaupt nach Khiva zu gelangen. Ein Plus wäre jedoch die total erhaltene Stadtmauer, jedoch wirke das ganze Städtchen wie eine Museumsstadt,, sprich: ausgestorben. Auch haben wir noch genügend Zeit bis zu unserer Abreise aus Usbekistan, aber einfach noch 20 Madrasas und Moscheen auf Reserve besichtigen, damit wir für die nächsten Jahre bestimmt genug haben? Wir wussten es einfach nicht…

Hin und her, hin und her, hin und her. Wir wollten es wiedermal selber herausfinden.

Und ja, alles hat sich bewahrheitet. Wirklich alles.

Von Francesca | 1 Kommentar | Kategorie(n): Usbekistan, Zentralasien

29. Okt
2012

Bukhara – Knotenpunkt der Seidenstrasse

BukharaWer in Bukhara durch die Strassen streift, fühlt sich ein paar hundert Jahre zurückversetzt. Die engen Gassen der Altstadt und die islamischen Bauwerke geben einem das Gefühl, direkt in 1001 Nacht eingetaucht zu sein. Nur etwas fehlt in der Stadt. Wo bleibt das einheimische Leben? Das alte Zentrum Bukharas ist zwar schön renoviert, aber abgesehen von den Touristengruppen und Souvenirverkäufern so gut wie ausgestorben. Anzuschauen gab es trotzdem mehr als genug. Die alten Koranschulen und Moscheen sind eine wahre Augenweide. Man kann sich kaum satt sehen an den türkisfarbenen Kuppeln vor blauem Himmel und den Mosaiken welche die Bauwerke zieren. Gut kann man sich vorstellen, wie Bukhara zur Blütezeit der Seidenstrasse als einer der Knotenpunkte zwischen Ost und West floriert hat.

Oftmals wurden wir schon nach dem Grund gefragt, warum wir ausgerechnet nach Usbekistan reisen wollten. Eine meiner Lieblingsbegründungen war bis anhin, dass ich das wenig komfortable Zentralasien lieber in „jungen Jahren“ entdecke. Während ich mich bei der Reise durch Kirgistan noch total bestätigt sah (holprige Fahrten mit Sammeltaxis und sehr einfache Homestays), verlor meine Erklärung in Usbekistan jegliche Berechtigung. Gefühlt sind wir mit weitem Abstand die jüngsten Touristen im Land. Da muss irgendeine Werbekampagne von Usbekistan Tourismus gezielt auf europäische Rentner laufen. Mit Gehstock und Tächlikappe ausgerüstet, strömen die älteren Semester aus den Reisecars und decken sich mit nützlichen Dingen wie Teppichen oder Keramik-Geschirr ein. Ein Glück, dass wir uns nicht für eine organisierte Gruppentour durch Usbekistan entschieden hatten. Das Tempo wäre etwas gar gemächlich.

Von Pädi | Keine Kommentare | Kategorie(n): Usbekistan, Zentralasien