24. Nov
2011

Tigi meets Paraguay

Der letzte Abschied in Brasilien wog schwer, Tigi brauchte danach etwas Ablenkung. Die Jesuiten-Ruinen von Trinidad taten ihr Bestes, aber das Wetter schien sie nicht ganz zu überzeugen.

Von Francesca | 2 Kommentare | Kategorie(n): Paraguay, Südamerika, Tigi meets...

22. Nov
2011

Eine Hand voll Argentinien, eine Nase voll Paraguay

So, Grenzübertritt geschafft. Da waren wir also plötzlich nicht mehr in Brasilien…

Den Anfang in Argentinien machte Posadas hoch oben im Norden, dort wollten wir uns erstmals anklimatisieren (dividiert durch wieviel sind diese Pesos jetzt schon wieder?).Von der portugiesischen Sprache konnten wir uns kaum mehr trennen, das „obrigada“ hat sich sowas von eingebrannt…

Auffallende Unterschiede gab es zuhauf – da gab es auf einmal sehr viel Fleisch mit etwas Fleisch garniert und Fleisch dazu. Auch scheinen sie hier sehr geniesserisch zu sein, ein Weinchen hier, ein Mate dort. Zur Erklärung: Mate ist dieser Kräutertee, den man mit einem Silberröhrli mit angebautem Sieb (Bombilla) aus einer Kalebasse (ausgehöhlte und getrocknete Hülle eines Flaschenkürbisses) trinkt. Das ist sowas wie eine Lebenseinstellung, denn hier trägt jeder 2. eine Thermoskanne mit heissem Wasser und Zubehör den ganzen Tag mit sich rum, schliesslich muss man den ganzen Tag daran nippen können. Kein Mate – schlechter Tag, viel Mate – guter Tag, ganz einfach, oder?

Posadas war jedoch vor allem Ausgangspunkt für unseren Trip nach Paraguay. Doch irgendwie wollte das Ganze nicht so mit Liebe auf den ersten Blick. Argentinien wollte uns partout nicht nach Encarnación ausreisen lassen. Sie schliessen immer mal wieder die Brücke rüber, scheinbar aus Protest wegen der ganzen Schmuggelware und dem steuerfreien Einkaufen, das sie ennet dem Fluss anbieten. Tags darauf war die Grenze wieder freigegeben und die Busse voll. Auch im Bus schien die Liebe der Argentinier gegenüber den Paraguayanern nicht in fortgeschrittenem Stadium. Man schärfte uns ein, ja die Einreisestempel auf das Datum zu kontrollieren. Die Paraguayaner seien Schlitzohre und Korruption an der Tagesordnung, man wolle bloss unser Geld, wenn wir dann mit bereits abgelaufenem Visum das Land wieder verlassen würden. Papperlapapp, alles lief in geordneten Bahnen, aber sehr genau nahmen sie es dann doch nicht.

Was wollten wir nun eigentlich in Paraguay? Erstmals schnell Geld auf der Strasse wechseln *hüstelhüstel*, damit es dann weiter gehen konnte nach Trinidad. Was wollten wir in Trinidad? Wenn wir das bloss selbst gewusst hätten… Also die Jesuitenruinen waren.. ähm.. interessant. Die Anfahrt.. hmm.. waghalsig. Der Chipa-Snack im Bus.. mampf… hervorragend.

Von Francesca | 3 Kommentare | Kategorie(n): Argentinien, Paraguay, Südamerika