11. Jul
2012

Tigi meets USA

Der Traum einer jeder Tigerente. Einmal in San Francisco an der Meeresbrise schnuppern, die Fischer bei der Arbeit beobachten, die Pelikane bewundern und so ganz nebenbei die saugute Aussicht auf die Golden Gate Bridge geniessen. So sollte wohl ein Tigerentenleben sein.

Tigi meets USA

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): Nordamerika, Tigi meets..., USA

9. Jul
2012

Zum Henker mit den Touristen in San Francisco

Das erste Mal US-amerikanischen Boden unter den Füssen, wider Erwarten wurden wir trotz verdächtiger Adresse in der Schweiz eingelassen, wie bereits bekannt ist. Grosse Vorfreude – grosse Erwartungen – grosse Highlights. Sogar das Toilettenpapier durften wir nach neun Monaten wieder ins Klo schmeissen, vergassen es aber meist, da wir die letzte Zeit anders herum gestrickt wurden (also dies gehörte aber zu den kleineren Highlights, wegen dem Toilettenpapier hätten wir also wirklich nicht den Weg auf uns genommen). Wir fanden San Francisco einfach toll.

Wir waren übrigens nicht die einzigen Touristen.. So reihten auch wir uns in die Schlange ein, um mit diesen putzigen Cable Cars fahren zu dürfen. Warteten geduldigst (!) auf dem Alamo Square darauf, dass nicht wieder ein Trampelpferd uns vor die Linse galoppierte, während wir die „Painted Ladies“ ablichteten. Von der Lombard Street will ich gar nicht erst anfangen. Da mussten wir mit einem Kamerateam um unseren auserwählten Knipserplatz kämpfen. Fishermans Wharf, das Quartier an der Küste, und den Pier 39 mit den faulen Seehunden teilten wir uns mit gefühlten 1000 Nebenbuhlern. In Castro hüpften mir dafür unverhofft nackte Männer vor die Kamera, die andere Touristen verschmähten. Bei der Golden Gate Bridge watschelten wir im Entengang zur Küste, für DAS perfekte Foto. Alcatraz? Leider ausgebucht – zu viele Touris waren schneller. Im Chinatown waren zu unserer Überraschung dann doch total viele Chinesen, aus China (nicht aus Chinatown, also auch, aber nicht in den Ferien. Ihr wisst schon!). Irgendwo in diesem San Francisco muss es doch weniger Touristen geben, oder? Das gemütliche North Beach, das musste es sein. Normalerweise wahrscheinlich schon, aber wir platzten gerade ins North Beach Festival und alle 1000 von der Küste sind uns ziemlich sicher dahin gefolgt! Verdächtig, ich sags ja.

Ein kleines, ruhiges Plätzchen fand ich dann doch noch. Wer erratet es unter den San Francisco-Kennern? Niemand? Ha, es war der Waschsalon!

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): Nordamerika, USA

6. Jul
2012

Stopover in San Francisco

F-Line in San FranciscoPuh, und plötzlich waren wir weg aus Lateinamerika. Unsere sieben Sachen und das Spanisch einpacken und auf dem Weg nach Asien noch einen Stopp in den USA einlegen. Eigentlich auch nur, da so unser Flug etwas günstiger wurde. Aber hey, wer will sich schon Frisco entgehen lassen, wenn es einem schon quasi auf dem Silbertablett serviert wird? Naja, ganz so einfach war es dann doch nicht.. Am US Airways-Schalter in Guadalajara wollten sie uns zuerst die Flugtickets nicht ausstellen. Grund? Die Tickets wurden übers Internet mit einer Schweizer Kreditkarte bezahlt und der Kreditkarteninhaber (ich) hat seine Adresse in der Schweiz. Alles klar? Habt ihr den Fehler entdeckt? Nicht? Wir auch nicht! Man erklärte uns dann, dass Erlackerstrasse 91 eine doch sehr ungewöhnliche Adresse sei, ja fast schon verdächtig, und deswegen würden sie nun gerne meine Kreditkarte in Echt überprüfen mit meinem Pass und mir vor dem Schalter. Aha. Nach einem Telefonat in die Machtzentrale der Welt durften dann auch die Schweizer mit einer Schweizer Kreditkarte und einem Schweizer Wohnsitz boarden.

In San Francisco angekommen, wurde mir bereits am ersten Morgen trotz frostiger Temperaturen das Herz warm. Hörte ich da Gäste in der Lobby Spanisch sprechen? Im Geiste nagelte ich mich am Stuhl fest, um mich nicht auf sie zu stürzen und loszuplappern. Ach wie vermisste ich bereits mein Lateinamerika… Pädi fand ganz viele logische Gründe, warum es jetzt nicht gerade sinnvoll ist, auf dem Teppich kehrt zu machen und die nächste Maschine zurück nach Lateinamerika zu nehmen…

Frisco erwies sich als eine hervorragende Überleitung zu China. Viele Latinos, viele Chinesen und sogar im Bus wird alles dreisprachig angesagt – „Kulturentwöhnung und Kulturvorbereitung light“ nennt sich das.

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): Nordamerika, USA

4. Jul
2012

Mit zwei Monaten Verspätung in Guadalajara

Tequila Trés MujeresMexiko durften wir nicht verlassen, bevor wir ein 1 Jahr altes Versprechen eingelöst hatten. Vor ziemlich genau 12 Monaten versicherten wir Stevie bei seinem Abschied aus der Schweiz, ihn auf unserer Reise in Guadalajara zu besuchen. Gesagt getan: Auch wenn etwa 2 Monate später als zu Beginn der Reise vorgesehen, wurden wir vom frisch vermählten Probeauswanderer und seinen beiden reizenden Frauen Janette (zweibeinig) und Alby (vierbeinig) empfangen.

Stevie nahm uns sogleich mit zu einem richtigen mexikanischen Fussballspiel. Er ist Gründer des FC St. Gallen United, der sich jeden Samstag auf dem Bolzplatz mit anderen Mannschaften misst. Trotz zwei herrlichen Weitschusstoren von Stevie reichte es gegen die halbwüchsigen Tiki-Taka Gegner leider knapp nicht zum Sieg. Da uns dies noch nicht genug Spitzensport war, besuchten wir in Guadalajara noch einen weiteren Sportevent.

Mit Stevie und Janette gingen wir zum Lucha Libre. Das ist dieses mexikanische Wrestling, wo sich Männer in bunten Masken und knappen Kostümen im Ring verdreschen. Bekanntermassen sind die Showkämpfe nicht wirklich realistisch. Wir stellten aber sehr schnell fest, dass die Kämpfe nicht der Hauptgrund für die Zuschauer sind, um in die Arena zu kommen. Viel wichtiger ist es, dass sich während des Abends die Besucher die „unten“ um den Ring sitzen und die Zuschauer „oben“ auf den billigeren Plätzen pausenlos Beleidigungen entgegenschleudern. In den ganzen letzten Monaten hatte ich nicht so viele spanische Fluchwörter gehört wie hier in einer einzelnen Stunde. Janette übersetzte uns dankbarerweise fortlaufend auch die übelsten Beleidigungen. Da sang die Menge zum Beispiel: „Fettsack geh aufs Klo, dein Bauch ist zu fett.“ Oder wenn zwei Männer gemeinsam zu ihren Sitzplätzen gingen: „Ein Pärchen, ein Pärchen, gebt euch einen Kuss“. Dies waren wohlbemerkt bei Weitem die harmlosesten Sprüche. Das Witzige dabei ist, dass keiner in der ganzen Arena diese Beleidigungen ernst nimmt, alle haben ihren Spass dabei. Am Ende verlassen alle vergnügt und ohne Groll den Anlass. Für mich war dies ein riesengrosses Highlight unserer Reise und eine absolute Empfehlung für jeden Mexiko-Reisenden. Danke Janette und Stevie!

Aus der Region um Guadalajara stammt natürlich noch etwas, wofür Mexiko berühmt ist wie die Schweiz für ihre Schokolade: Der Tequila! Für einen bekennenden Fan des Saftes der blauen Agave wie mich durfte eine Besichtigung einer Destillerie natürlich nicht fehlen. „Tres Mujeres“ heisst der besuchte Tequila-Produzent und nach den Erklärungen zur Herstellung gabs die obligate Degustation. Eine tolle Erfahrung, die vier verschieden lange gelagerten Tequilas der Reihe nach zu testen. Da ich Francescas Probe-Exemplare wegen „leichter Abneigung“ gleich auch komplett testen durfte, konnte sie mich danach nur mit Müh und Not daran hindern, mir ein paar Hektare Felder blauer Agave zu kaufen.

Von Pädi | 1 Kommentar | Kategorie(n): Mexiko, Nordamerika

30. Jun
2012

Guanajuato und das Bierexperiment

GuanajuatoNach der unüberschaubaren Capital musste was Gemütliches her. So ein Käfelistädtli. Gesagt, gefahren und genossen. Guanajuato hat uns schlicht umgehauen.

Hinter den sieben Hügeln gelegen in einem engen Tal, geizt dieses Städtchen nicht mit seinen Reizen und lockt gleichermassen Touris und Studenten an. So tingelten wir zwei Tage lang von steilen Hügeln zu schönen Plazas, durch engste Gassen an bunten Häusern vorbei. Ein bisschen Tacos hier, Käfeli da. Essen, trinken, essen, trinken. Pädi wollte sich dann kulinarisch auch nicht lumpen lassen und seinen Ruf als „Ich-probier-alles“ – Mann verteidigen. Von den (meisten) mexikanischen Männern vergöttert, als DER Erfrischungsdrink schlechthin betitelt.. Die Erlösung bei heissem Wetter: Michelada, das Biermischgetränk! Bier, angereichert mit Limettensaft, Salz, Tabasco, Maggisauce. Mmmmh. Pädis Fazit: Es schmeckt wie es aussieht!

Abends genossen wir das rege Treiben in der Innenstadt – Tanz auf der Plaza ist samstags angesagt. Da trifft sich die ältere Generation und tanzt, egal ob im besten Hemd oder der Arbeitshose, geschmeidig den Bachata. Wir mit den linken Füssen genossen das Spektakel aus sicherer Entfernung bei einem Gläschen… nicht Michelada!

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): Mexiko, Nordamerika