27. Sep
2012

In tibetischer Hand in Langmusi

Ziel unseres zweiten Aufenthaltes in China war es unter anderem, den tibetisch beeinflussten Dörfern ausserhalb von Tibet einen Besuch abzustatten. Tibet selbst liegt momentan nicht drin, irgendwelche Einreisebeschränkungen verunmöglichen/erschweren das gerade.

Über die Grossstadt Lanzhou, unserem Dreh-und Angelpunkt mit den besten Beefnoodles von China, gings erstmals mit einem Bus ins Hochland. Kurz vor Langmusi kündigte ein RIESIGES Polizeigebäude im Bau die prekäre Lage zwischen den Tibetern und den Chinesen an. Sollte das Polizeigebäude einst mit Polizisten gefüllt werden (wovon wir ausgehen), hätte es dann wahrscheinlich mehr Polizisten als Dorfbewohner. So mal die Lage vorab. Nebst dem Polizeigebäude fiel uns auch auf, dass die Strasse ihres Names nicht würdig ist. Eher: holperiger Schlammpfad. Auch hier haben die Chinesen ganze Arbeit geleistet. Alles wird gerade aufgerissen und erneuert – der Massentourismus naht.

Kalt ists geworden, wir streckten uns nach jedem Sonnenstrahl aus und wärmten uns entweder bei den tibetischen Chinesen (ist das nun politisch korrekt?) mit Buttertee oder bei den muslimischen Hui-Chinesen mit dem „8 Schätze“-Tee. Yaks und deren Produkte gibts in jeder Ausführung, Pädis Augen leuchteten vor allem beim Yakburger…

Um nicht nur Tee zu trinken und Däumchen zu drehen, erkundeten wir die zwei buddhistischen Klosteranlagen. Man hätte auch noch die Überreste eines kürzlich verstorbenen Buddhisten besichtigen können.. Das Spezielle daran: der Körper wird auf dem Hügel aufgebahrt, dann kommen die Adler und lassen sich ihr Mahl schmecken. Übrig blieb bei diesem armen Tropf bloss noch der Kopf (wurde uns gesagt, überzeugen wollten wir uns nicht selbst).

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): China, Nordostasien

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