30. Jun
2012

Guanajuato und das Bierexperiment

GuanajuatoNach der unüberschaubaren Capital musste was Gemütliches her. So ein Käfelistädtli. Gesagt, gefahren und genossen. Guanajuato hat uns schlicht umgehauen.

Hinter den sieben Hügeln gelegen in einem engen Tal, geizt dieses Städtchen nicht mit seinen Reizen und lockt gleichermassen Touris und Studenten an. So tingelten wir zwei Tage lang von steilen Hügeln zu schönen Plazas, durch engste Gassen an bunten Häusern vorbei. Ein bisschen Tacos hier, Käfeli da. Essen, trinken, essen, trinken. Pädi wollte sich dann kulinarisch auch nicht lumpen lassen und seinen Ruf als „Ich-probier-alles“ – Mann verteidigen. Von den (meisten) mexikanischen Männern vergöttert, als DER Erfrischungsdrink schlechthin betitelt.. Die Erlösung bei heissem Wetter: Michelada, das Biermischgetränk! Bier, angereichert mit Limettensaft, Salz, Tabasco, Maggisauce. Mmmmh. Pädis Fazit: Es schmeckt wie es aussieht!

Abends genossen wir das rege Treiben in der Innenstadt – Tanz auf der Plaza ist samstags angesagt. Da trifft sich die ältere Generation und tanzt, egal ob im besten Hemd oder der Arbeitshose, geschmeidig den Bachata. Wir mit den linken Füssen genossen das Spektakel aus sicherer Entfernung bei einem Gläschen… nicht Michelada!

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): Mexiko, Nordamerika

29. Jun
2012

Schleimspuren in Mexico City

Raus aus der U-Bahnstation und schon waren wir mit all unserem Gepäck mitten im Zentrum der grössten Stadt der Welt gelandet. An einem Sonntagmittag ist da unvorstellbar was los. So kam es auch nicht von ungefähr, dass wir uns erst bei grösster Hitze inmitten hunderter Leute im sonntäglichen Strassenmarkt verirrten. Doch auch dieses Labyrinth meisterten wir nach fünfmaligem Zücken der Lonely Planet Stadtkarte und kamen endlich im Hostel an.

Unsere Erkundungstour durch die riesige Stadt kam nur langsam voran. Bei brütender Hitze schleppten wir uns durch die Strassen wie zwei Schnecken, statt Schleim- mit Schweissspur. Zum Glück war jeweils das nächste Kaffee nicht allzu weit, um Energie zu tanken. So reichten unsere Schweissreserven unter anderem bis zum Frida Kahlo Museum und bis zu den Ruinen von Teotihuacán ausserhalb von Mexico City. In der weitläufigen Ruinenanlage steht eine der grössten Pyramiden der Welt. Auch wenn unsere Turnschuhe fast am heissen Boden kleben blieben, bewegten wir unsere Hintern bis auf die Spitze der Sonnenpyramide. Und was erwartete uns oben angekommen? Mexikanische Studenten, denen wir mal wieder ein lustiges Englisch-Interview für die Hausaufgaben geben durften.

Abends in Mexico City belohnten wir uns mit schönen Dingen für die Anstrengungen tagsüber. Vom Torre Latinoamerica gabs eine tolle Aussicht über die Stadt mit ihren tausenden Lichtern. Und ein Besuch in der beliebten Churreria musste natürlich auch noch sein. Ein grosser Raum, der bis auf den letzten Platz mit Leuten besetzt ist und auf der Karte stehen nur zwei Dinge: Churros und heisse Schokolade. Wahnsinn, was die Mexikaner für Schleckmäuler sind – hier sind wir richtig.

Von Pädi | Keine Kommentare | Kategorie(n): Mexiko, Nordamerika

26. Jun
2012

Puebla, der Leckerbissen

Ach wie haben wir uns auf Puebla gefreut. Die Stadt der Feinschmecker. Von dort kommt nämlich die hervorragende, würzig-scharfe, cremige, allseits beliebte, leicht schokoladige Mole Poblano. Die Stammgäste der mexikanischen Restaurants unter euch werden verstehen, warum wir so für dieses Gericht schwärmen. Mmmmh. Fotos davon gibts nicht, dafür ist und bleibt die Farbe zu unvorteilhaft.

Diese Stadt birgt noch mehr Schönheiten. Zum einen die mit Kacheln bestückten Gebäude, aber auch die alten VW Käfer erwärmten unser Herz. Nicht dass wir in Mexiko noch nie darauf gestossen wären – unmöglich – aber Puebla hat eine der grössten VW-Produktionen gleich nebenan. Was will mein Käferherz mehr, fragt man sich? Eine Eillieferung in die Schweiz bitte!

Auf ungewöhnlich viele Studenten trafen wir in dieser Stadt. An jeder Ecke lungerten sie. Sie schienen alle nur auf uns gewartet zu haben. Und gingen auf Touristenfang. Sie alle wollten für ihre Hausaufgaben ein Interview mit uns – auf Englisch – mit Kamera. Himmelherrgott, das Englisch hatten wir doch zuhinterst im Schublädchen versorgt, um auch genügend Platz fürs Spanisch zu haben. Ähm, yes, we are from Switzerland, we like Mexico.

Um den Studenten zu entfliehen, gings ins benachbarte Cholula. Dort herrschte gerade Jahrmarkt, was uns nur bedingt interessierte. Wir hatten eine Mission. Mission Impossible. Wir wollten so UNBEDINGT den Vulkan Popocatépetl sehen. Von der Kirche auf der Mayapyramide aus. Es hat einmal mehr nicht sollen sein. Vulkanpech!

Von Francesca | 2 Kommentare | Kategorie(n): Mexiko, Nordamerika

24. Jun
2012

Tigi meets Mexiko

Ay caramba! Tigi geht unter die Tequilaproduzenten. Da muss auch eine ganze Plantage blauer Agaven her. Richtig guter Añejo wird natürlich nur mit Sombrero produziert.

Von Francesca | 1 Kommentar | Kategorie(n): Mexiko, Nordamerika, Tigi meets...

21. Jun
2012

Flucht aus Zipolite in die Zeltstadt Oaxaca

Es sollte doch so schön sein in Zipolite. Winziges Aussteigerdörfchen mit schönem Strand, berichteten uns Quellen unabhängig voneinander. Aber es gab da einen Haken bei der Ankunft nach der Horror-Nachtbusfahrt. Unser Hostel sah aus, als ob ein RTL2-Auswanderer mit seiner letzten Hartz IV Kohle einen Betonbunker voller Zimmer mit dem Charme von Gefängniszellen hingestellt hätte. Immerhin war der breite Strand zur Stelle, sonst hätten wir gleich kehrt gemacht. Dass nach einigen Stunden jedoch starker Regen einsetzte, trug nicht gerade zur Aufhellung unserer Stimmung bei. Die Entscheidung fiel uns leicht: Nix wie weg hier. Für genau diese Situation halten wir schliesslich unsere Reise so flexibel wie möglich. Weiter gehts nach Oaxaca in die Heimat des Mezcal.

Oaxaca begrüsste uns mit tollem Wetter, schönen Plätzen, gutem Essen und einer Innenstadt voller zeltender Lehrer. Moment mal – zeltende Lehrer? Jawohl, unser Besuch in der Hauptstadt des Mezcal fiel exakt zusammen mit dem alljährlichen Protest der „Maestros“ für bessere Voraussetzungen in den Schulen. Die touristisch interessanten Orte um den Hauptplatz glichen einem Openair-Festival ohne Musik. Zum Glück hatte Oaxaca in Parks, Nebenstrassen und Umgebung noch mehr zu bieten.

So nahmen wir den Ausflug nach Hierve el agua in Angriff – wir waren schliesslich begeistert von den tollen Fotos die wir bei Martina & Alessandro gesehen hatten. Wir wurden nicht enttäuscht. Vor einem gewaltigen Panorama fanden wir natürliche Wasserbecken vor, die direkt in den Abgrund zu fliessen schienen. Eine tolle Gelegenheit, um in die Badehosen zu schlüpfen und im Wasser die surrealen Landschaftsbilder zu geniessen.

Von Pädi | 2 Kommentare | Kategorie(n): Mexiko, Nordamerika