24. Apr
2012

Schiff ahoi

Endlich gehts weiter, neues Land, ein neuer Abschnitt der Reise. Rauf auf den gebuchten Katamaran, total euphorisch, ein bisschen Schiffli schaukeln die nächsten Tage mit tollen Leuten. Die Ruhe der See geniessen, in den Netzen hängen, sich von der Meeresbrise kitzeln lassen und schaukeln (wenigstens im sich-schaukeln-lassen haben wir Erfahrung…). So die Vorstellung. Punkt.
Unser Kapitän: Fritz, der Österreicher, der sein Katamaran gerne vollgestopft hat – am liebsten mit Menschen, die bringen noch Zusatzkohle. Lacht gerne, lacht gerne sehr laut.
José: 1. Matrose, Koch und Mädchen für alles, aus Panama. Verwöhnte uns mit Tintenfisch, Roastbeef und morgens mit frischem Vollkornbrot.
2 Amipaare: Nr.1 aka Familie Sauergesicht. Von morgens bis abends sauer und zu jeder Tageszeit mit einem Häkchen anzutreffen, um sich die Rastas „zu pflegen“. Nr.2 dagegen erfrischend angenehm und sehr pflegeleicht.
4 Australier: jung, Männer wie Berge, trinkfest
2 Brasilianerinnen: jeweils im knappen Bikini anzutreffen, sehr zur Freude der Herren an Bord.
1 Argentinier: hatte kein Mate dabei und war nur durch eine Fussballdiskussion aus der Ruhe zu bringen.
Zu guter Letzt – Bobby hat es schon erraten – unsere deutschen Freunde, 3 Männer unabhängig voneinander unterwegs: Nr.1 sehr friedliebend. Aber Uli, die Schweiz ist immer noch nicht das neuste Bundesland… Nr.2 der dauerrauchende Kaminfeger, der sein Glück kaum fassen konnte, als er Tigi live kennenlernte. Nr.3 Herr Jüngling-Besserwisser.
Im Netz hingen wir viel, aber fast genauso viel hing ich nachts auf der Überfahrt über der Reeling… Ein Schaukelbett werd ich mir in Zukunft bestimmt nie mehr wünschen. Die Kojen waren winzig, wenn nicht Klaustrophobie auslösend. Meine Medis liessen mich im Stich, Pädi und der Dramamine/Stugeron-Medimix waren gute Freunde. Zum guten Glück durften/mussten wir auch noch Nachtwache schieben, sprich auf dem Kapitänssitz Ausschau halten nach Eindringlingen (Schiffe) in unser Revier. In unserer Doppelschicht am frühen Morgen wollte niemand auch nur am Horizont auftauchen, nur die Delfine leisteten uns Gesellschaft.
Die Tage nach der Überfahrt verbrachten wir bei den traumhaften San Blas Inseln vor Panama. Sonnend, schwimmend, schnorchelnd. Nur Pädi blieb stets an Board (der Ventilator lässt grüssen) und war aber auch der Einzige, der den fiesen Sandflöhen entging.

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): Mittelamerika, Panama

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