15. Nov
2012

Tigi meets Türkei

Endlich mal ein Hochgefühl für Tigi wie in Tausend und einer Nacht. Auf dem Teppich durch die Lüfte über der Türkei.

Tigi hätte sich kein besseres Abschlussbild aussuchen können. Denn auch wir machen den Abflug. Via London gehts nach vierzehn Monaten zurück in die Heimat. Wir sind glücklich und dankbar, dass wir dies alles erleben durften.

Von Francesca | 1 Kommentar | Kategorie(n): Europa, Tigi meets..., Türkei

14. Nov
2012

Göreme und wir wollen nochmals hoch hinaus

Gut erholt wagten wir uns an die letzte, ich sage es nochmals gerne, unsere aller allerletzte Nachtbusfahrt. Wie zu erwarten, war auch diese nicht ein klitzekleinwenig erholsam. Die Türken mögen es, alle maximal 2-3 Stunden eine Tee- und Schnatterpause einzulegen. Ohne geht nix, auch nachts nicht. Zum Trost fuhren wir gleichzeitig mit dem Sonnenaufgang in Göreme ein.

Göreme ist mit einem Märchenland gleichzusetzen (wenn man mal kurz die zig Souvenirläden ausblendet). Das ganze Dorf und die nähere Umgebung ist mit Steinformationen gespickt, die man liebevoll „Feenkamine“ nennt . Nur noch die Zwerge fehlen.

Um das alles dann auch noch aus der Vogelperspektive bewundern zu können, begnügten wir uns nicht mit dem Aussichtspunkt über Göreme. Nein nein. Ein bisschen spektakulärer (und teuerer) sollte es, dem baldigen Reiseende gebührend, schon werden… Wir nahmen den Luftballon. Und fuhren in den Sonnenaufgang über tausenden von Feenkaminen mit mindestens sechzig weiteren Ballonen. Da fühlte ich mich dann nicht mehr wie die fehlenden Zwerge am Boden, sondern für einmal wie die Fee der Lüfte. Zauberstab her, bitte.

Von Francesca | Keine Kommentare | Kategorie(n): Europa, Türkei

12. Nov
2012

Alles inklusive

Hotel Casa de Maris in MarmarisNach vielen Wochen rastlosem Vagabundenleben hatten wir uns eine Pause verdient. Und was liegt in der Türkei näher als in einem dieser supertouristischen Küstenorten ein paar Tage nichts zu tun? Es kostete uns erst einiges an Überwindung, schlussendlich liessen wir uns aber darauf ein und buchten ein paar Tage im All-Inclusive Hotel in Marmaris.

Wir erwarteten nichts Gutes. Es ist ja weitläufig bekannt, was einen in diesen Ferientempeln erwartet. Russen, die das Buffet plündern und tellerweise gutes Essen stehen lassen, massenhaft knalldichte Briten mit krebsroten Rücken und Deutsche die morgens um 4 Uhr sämtliche Liegestühle mit dem Handtuch reservieren. So weit die Klischees, die wir beide so gerne mögen. Wir waren dann fast ein wenig enttäuscht, als sich alles als ganz anders herausstellte. Die einzigen mit Sonnenbrand-Nase, die das Desserbuffet plünderten und sich mit Tellern voll Schokomousse ihre Liegestühle besetzten – das waren wir.

Vom Hotel waren wir schwer beeindruckt. Bei der Buchung dachten wir uns noch, „5 Sterne, ha ha, ja die Geschichten kennt man ja. 5 türkische Sterne wahrscheinlich! Warum nicht gleich zehn?“. Wir rechneten nicht damit, dass wir wegen dem anstehenden Saisonende ein Top-Restaurant zum Schleuderpreis kriegen. Ein tolles Zimmer und exzellentes Essen begeisterten uns. Dass die Temperaturen keinen echten Badespass mehr zuliessen, war da nicht weiter schlimm. Denn wer hat schon Zeit zum Baden wenn rund um die Uhr Leckereien am Büffet aufgetischt werden? Zwischen After-Lunch-Snack und Fünf-Uhr-Kaffee-und-Kuchen blieb immerhin noch knapp Platz um im Spa-Bereich die vom Rucksacktragen geschundenen Körper massieren zu lassen. Was soll man machen – man gönnt sich ja sonst nichts.

Von Pädi | 2 Kommentare | Kategorie(n): Europa, Türkei

10. Nov
2012

Motivationsschub gesucht

PamukkaleManchmal ist das Reiseleben ganz schön verzwickt. Auf unserer langen Reise haut uns unterdessen nicht mehr jede Sehenswürdigkeit vom Hocker und wir geben es ja zu: Ein wenig Sightseeing-faul sind wir schon geworden seit unser Rückflug in die Schweiz gebucht ist. Des öfteren taucht in letzter Zeit die Frage auf: „Lohnt es sich wohl, dies anschauen zu gehen?“

Bei der Besichtigung von Ephesus gingen wir durch ein solches Reise-Tief. An und für sich ist Ephesus eine beeindruckende Ausgrabungsstätte und ein Highlight auf jeder Tour durch die Türkei. Uns zwei Archäologiebanausen konnte man hingegen dabei beobachten, wie wir gelangweilt durch die Touristenmassen steuerten. Wir hatten für einmal schlichtweg keine Lust, uns Hintergrundwissen anzueignen. „Was sollen jetzt diese alten Säulen und Steine?“ – „Müssen wir das da hinten noch anschauen?“ – „Komm, wir füttern die lustigen Katzen mit Keksen!“ Noch kurz ein Foto von der schönen Theater-Arena und der gut erhaltenen Bibliotheksfassade geknipst, und schon wars das. Wir wendeten uns lieber wieder der türkischen Küche zu. Pide, Baklava und starker Tee sollten uns wieder zu Motivationsschüben verhelfen.

Die Wirkung blieb nicht aus. Tags darauf schlossen wir uns hochmotiviert einer Tour nach Pamukkale an und die weite Fahrt machte sich bezahlt. Während sich die Touristenmassen in den stark calciumhaltigen Bädern vergnügten, fanden wir genug Zeit um uns das von der Natur geformte Weltkulturerbe anzuschauen. Von weitem schien es so, als hätte man einen Gletscher vor sich. Erst aus der Nähe zeigte sich, dass die weissen Hänge nicht mit Eis sondern mit abgelagertem Kalk überzogen sind. Die Landschaft bot eine Steilvorlage für ein paar surreale Fotos und erhält von uns das Qualitätssiegel „Äusserst motivierend für faule Globetrotter“.

Von Pädi | Keine Kommentare | Kategorie(n): Europa, Türkei

8. Nov
2012

Oh Istanbul…

Oh Istanbul… Ich mag dich sehr.

Auf unübersichtlich viele Hügel hast du dich ausgedehnt, bei dir gehts immer rauf und runter, mit der Bahn hoch, die Treppen runter. Und wenn man davon müde wird, so steht ganz bestimmt immer ein einladendes Cafe bereit, das uns die Pause so richtig gönnt. Auch hungern lässt du uns nie, nein. Du hast so verdammt viel mehr zu bieten als der uns bekannte Kebab. Die Liebe zu dir wurde durch deine Küche noch ein bisschen mehr. Wer hätte das gedacht.

So ein kleines Bisschen erinnerst du mich schon an das baldige Zuhause. Migros und PTT haben sich schliesslich schon seit langer Zeit bei euch eingenistet.

Du hast noch soviel von dem abendländischem Charme in dir und trotzdem ruftst du nach Moderne. Das sehe ich vor allem dann deutlich, wenn ich in den ruhigen, modernen Strassenbahnen unterwegs bin und wieder mal der Muezzin durch die Gassen hallt. Auf der einen Seite die Frauen in Totalverschleierung, auf der anderen Seite die modebewussten Studentinnen. Alles nah beieinander, du gibst allen ein Daheim, du vereinst alle in dir. Auch die tausenden Katzen deiner Quartiere

Ja gut, auch zu dieser Jahreszeit sind immer noch Massen an Menschen unterwegs, was vor allem deinen zeitlosen Sehenswürdigkeiten zuzuschreiben ist. Aber das muss man sich ja nicht immer antun, denn du bietest einem auch Ruhe. Ruhe auf dem Schiff, schippernd auf dem Bosphorus.

Für mich steht fest, ich komme wieder. Vielleicht nicht mehr im Spätherbst bei Dauerregen, aber im Frühling sollst du schliesslich auch eine Wucht sein.

Von Francesca | 2 Kommentare | Kategorie(n): Europa, Türkei